Philosophisches Café
Mit freundlicher Unterstützung der Udo Keller Stiftung Forum Humanum
Philosophisches Café
16.09.2026, 19:00 Uhr
PHILOSOPHISCHES CAFÉ – MARTIN SCHERER
Die Sehnsucht nach Nähe
Wir alle brauchen Nähe zu anderen: physisch, emotional und auch ganz handfest-praktisch. Doch fällt in unseren hochindividualisierten Gesellschaften kaum etwas schwerer. Wir sehnen uns nach menschlicher Nähe ebenso sehr wie wir zunehmend unfähig zu sein scheinen, sie zu erleben: Vereinzelung und Einsamkeit gilt mittlerweile als gesellschaftliches Massenproblem. Und die digitale Vernetzung erlaubt zwar gelegentlich Gemeinschaft, gemeinsames Handeln (oder gemeinsame Empörung), aber sie führt kaum je zu echter Verbindung.
Der Philosoph Martin Scherer, der unter anderem lange im Verlagswesen gearbeitet hat und in München ein »Büro für Beredsamkeit« betreibt, ist aktuell im deutschsprachigen Raum so etwas wie der literarisch-philosophische Spezialist für die sanfteren Gefühle und Kulturtechniken: in Büchern wie »Hingabe – Versuch über die Verschwendung« oder »Takt – Über Nähe und Distanz im menschlichen Umgang« ist er bereits den feinen Nuancen im zwischenmenschlichen Umgang nachgegangen. Nun spürt er in »Nähe – Vermessung einer Sehnsucht« (zu Klampen!) dem spannungsreichen Verhältnis von Nähe und Distanz, von Innigkeit und Abstoßung nach.
Ein Abend über die ganz grundlegende menschliche Sehnsucht nach Verbindung. Und über die kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Bedingungen, in denen sie gelingen kann.
Moderation: Catherine Newmark
Ermäßigung
Ermäßigungsberechtigt sind neben Mitgliedern des Literaturhaus-Vereins: Schüler*innen, Studierende, Schwerbehinderte, Sozialhilfeempfänger*innen und Arbeitssuchende sowie Inhaber*innen der Hamburger Engagementkarte.
Freikartenkontingent für Studierende (Anmeldung: service@literaturhaus-hamburg.de)
Philosophisches Café
26.10.2026, 19:00 Uhr
PHILOSOPHISCHES CAFÉ – ROGER DE WECK
Mehr Konservatismus wagen!
Der Konservatismus steht in keinem guten Ruf. Seit es ihn gibt, gilt er als fortschrittsfeindlich, demokratieskeptisch, männlich – und weiß.
Doch wenn es nach dem Schweizer Publizisten Roger de Weck geht, Autor des Buches »Glanz und Elend der Konservativen« (Suhrkamp), ist gegenwärtig niemand in der Lage, unsere Grundordnung wirksamer zu verteidigen und klüger neu zu gestalten als ausgerechnet Konservative. Also Menschen mit Augenmaß und Lebenserfahrung, die sich fern von rechtem oder linkem Populismus für die Bewahrung des Bewährten stark machen und sich neuen Herausforderungen offen und pragmatisch stellen. Wo liegen die Ursprünge des Konservatismus? Worin sein heutiges Elend? Und auf welcher Wertebasis ließe er sich wirksam erneuern?
Roger de Weck, ehemaliger Chefredakteur der ZEIT und Generaldirektor des Schweizer Radios und Fernsehen, wagt den philosophischen Ausblick in eine Zukunft, die sich tatkräftig auf das besinnt, was die politische Mitte im Innersten zusammenhält.
Moderation: Wolfram Eilenberger
Zusätzliche Informationen
Einlass ab 18:00 Uhr / Barbetrieb durch das Literaturhauscafé
Termine
[Der Vorverkauf beginnt zum 15.9.2026, 10.00 Uhr.] Philosophisches Café
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